Ursachen
von chronischen oder oft wiederkehrenden Beschwerden an
der
Wirbelsäule oder den Extremitätengelenken ist oft ein mangelhafter
Halt durch Bandschwäche. Dies kann angeboren sein, es kann
durch Verletzungen wie Bandrisse erworben werden oder auch
im Laufe des Lebens durch eine zunehmende Lockerung bei
Fehlbelastung und schwachem Muskelkorsett auftreten. Weitere
typische Ursachen sind Erkrankungen wie z.B.
Spondylolisthesis
oder verbleibende Bandlockerungen nach Schwangerschaft.
Zunächst sollte immer versucht werden durch Auftrainierung
der Muskulatur den Halt zu verbessern.
Auch Bandagen, die zeitweise bei starken Belastungen getragen
werden, sind sinnvoll. Sollte hierdurch kein ausreichender
Effekt erzielt werden, ist der Versuch einer Proliferationsbehandlung
der Bänder empfehlenswert. Hier wird bei 4 bis 5 Sitzungen
(eine Behandlung pro Woche) eine verdünnte Glucoselösung
(Zuckerlösung) an die Bandstrukturen gespritzt.
Pro Wirbelpaar sind z.B. 3 Einstiche erforderlich. Hierdurch
kommt es in den meisten Fällen zur Proliferation d.h. Festigung
der Bänder. Zur Unterstützung muss ein 5 bis 10-minütiges
tägliches Übungsprogramm durchgeführt werden.
Risiken und Nebenwirkungen: wie bei jeder Injektion können
trotz sterilen Arbeitens in seltenen Fällen Infektionen
entstehen, des weiteren sind Hämatombildung (Bluterguss)
und allergische Reaktionen möglich. Nach der Injektion kommt
es manchmal zu 1 bis 3 Tage anhaltenden Beschwerden an der
Stelle des Einstichs und in der Tiefe. Dies ist ein Zeichen
der Reizung des
Gewebes und in der Regel durch die Gabe eines milden Schmerzmittels
wie Paracetamol beherrschbar.